Umweltfreundlicher Sonnenschutz – schützt eure Haut und die Korallen

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Wir Kitesurfer verbringen viel Zeit in der Sonne und würden uns ohne ein wenig Hilfe unserer vertrauten Sonnencremes und Zinkstangen verbrennen. Heute möchten wir das Bewusstsein für dieses Thema schaffen. Das Meer und der Wind sind für eine gute Kitesurfing-Session unerlässlich sind und es ist unsere Pflicht, die Ozeane zu erhalten und bei der Wiederherstellung zu helfen.

Die Sonnencreme wurde in den 1930er Jahren erfunden und ist seither zu einem wichtigen Produkt zum Schutz vor Sonnenbrand und auch vor Krebs geworden. Die Industrie hat sich schnell entwickelt und heute gibt es Hunderte von Sonnenschutzmitteln auf dem Markt. Es gibt im Wesentlichen zwei Arten von Sonnenschutzmitteln – chemische und mineralische und in den letzten Jahren sind Bedenken hinsichtlich der Sicherheit der verwendeten Inhaltsstoffe aufgekommen – sowohl für Menschen als auch für Meereslebewesen.

 

Umweltfreundlicher Sonnenschutz

 

Sonnenschutzmittel wird (zumindest teilweise) von der Haut absorbiert, was eurem Körper schaden könnte und was nicht absorbiert wird, läuft von der Haut ab und löst sich im Wasser auf. Selbst wenn ihr nach dem Auftragen des Sonnenschutzes nicht schwimmt, kann er beim Duschen in den Abfluss gelangen. Sprühversionen von Sonnenschutzmitteln können sich in der Luft und auf dem Sand verteilen, wo sie in unsere Ozeane gespült werden. Studien zeigen, dass einige der in Sonnenschutzmitteln verwendeten Chemikalien zum Ausbleichen der Korallen beitragen und die bereits zurückgezogenen Riffe schädigen. Und andere Studien weisen darauf hin, dass einige Chemikalien ebenfalls gesundheitsschädlich sein könnten, aber die Wissenschaftler geben zu, dass die Beweise aus diesen Studien nicht schlüssig sind. Ob schlüssig oder nicht, wir entscheiden uns dafür, von Sonnenschutzmitteln, die Oxybenzon, Octinoxat, Homosalat, Octocrylen, Avobenzon und Nanopartikel Abstand zuhalten und uns für sicherere mineralische Sonnenschutzmittel, Lycras und Hüte zu entscheiden, die uns vor der Sonne schützen.

 

INHALTSSTOFFE ZU VERMEIDEN:

Das Umweltlabor Haereticus, das die Auswirkungen von Körperpflegeprodukten auf Korallenriffe untersucht, hat eine Liste von Chemikalien zusammengestellt, die sich negativ auf die Meeresökosysteme auswirken können. Diese Liste enthält:

jede Form von mikroplastischen Kugeln oder Perlen

beliebige Nanopartikel wie Zinkoxid oder Titandioxid
oxybenzon
Oktinoxat
4-Methylbenzyliden-Kampfer
Octocrylen
Para-Aminobenzoesäure (PABA)
Methylparaben
Ethylparaben
Propylparaben
Butylparaben
Benzylparaben
triclosan

WELCHE SONNENCREME SOLLTET IHR KAUFEN?

Wir empfehlen vor dem Kauf stets die Inhaltsstoffetiketten eures Sonnenschutzmittels zu prüfen und die oben aufgeführten Chemikalien zu vermeiden. Ihr habt wahrscheinlich bemerkt, dass Zinkoxid und Titandioxid ebenfalls oben aufgeführt sind, aber dies bezieht sich nur auf die Nanoversionen. Die meisten mineralischen Sonnenschutzmittel auf dem Markt enthalten Zinkoxid und Titandioxid, die nicht nanogroß sind und als sicher gelten.

Eine weitere Sache, die man im Auge behalten sollte, ist die Herkunft (der Versand von Produkten hat seine eigenen Auswirkungen auf den CO2-Fußabdruck) und die Verpackung. Die meisten Sonnenschutzmittel werden in Plastikbehältern geliefert, die ein weiteres Problem für den Ozean und die Umwelt im Allgemeinen darstellen. Wenn möglich, sollten Sie sich für mineralische Sonnenschutzmittel in einem Metall- oder Glasbehälter entscheiden oder zumindest sicherstellen, dass die Verpackung aus recyceltem Kunststoff besteht. Recycelt und wiederverwendet ist immer besser als Einwegartikel.

 

WELCHE SONNENCREME SOLLTET IHR KAUFEN?

KANN ICH MEINEN EIGENEN DIY-SONNENBLOCKER HERSTELLEN?

Natürlich! Die Herstellung von Sonnencreme macht Spaß und wenn ihr ein gutes Rezept befolgt, ist sie auch sicher für eure Haut und die Riffe. Wir empfehlen die Zutaten zu recherchieren, um sicherzustellen, dass das von eurem gewählten Rezept sicher ist. Bitte bedenkt, dass selbstgemachte Produkte in den Labors nicht richtig auf ihre Wirksamkeit getestet werden können und möglicherweise keinen angemessenen Sonnenschutz bieten. Sie können die eigentlichen UV- blockierenden Zutaten online kaufen (wie z.B. Nicht-Nano-Zinkoxid), aber ihr müsst sicherstellen, dass sie stabil und sicher gemischt sind.

Nehmt an unseren Nachhaltigkeits-Workshops teil, um zu erfahren, wie ihr euren eigenen haut- und korallensicheren Sonnenschutz herstellen könnt oder helft uns, ein gesünderes und grüneres Sri Lanka zu schaffen, indem ihr euch unserer Initiative Kite Green anschließt